Innovationsführer erhalten TOP 100-Auszeichnung

Unternehmen überzeugen mit Innovationsmanagement und Innovationserfolgen / Ehrung durch Ranga Yogeshwar

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Essen – Zum 24. Mal werden die Innovationsführer des deutschen Mittelstands mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet. In einem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugten die Unternehmen mit gut strukturierten Innovationsprozessen, einem fruchtbaren Innovationsklima und überdurchschnittlichen Innovationserfolgen. Der Mentor des TOP 100-Wettbewerbs, der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar, ehrt die Top-Innovatoren im Rahmen der Preisverleihung beim 4. Deutschen Mittelstands-Summit am 23. Juni 2017 in Essen.

Insgesamt 262 Unternehmen in drei Größenklassen (maximal 100 pro Größenklasse) dürfen sich glücklich schätzen: Sie haben es nun wissenschaftlich dokumentiert, dass sie zu den innovativsten Unternehmen im Mittelstand zählen. Sie dürfen deshalb das zum 24. Mal verliehene TOP 100-Siegel tragen.

Der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke vom Institut für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien und sein Team haben im Auftrag von compamedia 414 Bewerbungen gesichtet. 305 Unternehmen schafften es ins Finale. „Ich bin seit 14 Jahren wissenschaftlicher Leiter von TOP 100 und jedes Jahr wieder begeistert, welche Innovationsleistungen hier sichtbar werden“, freut sich Franke, der auch Gastforscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist. Er sieht die Unternehmen gut gerüstet für die Zukunft: „Es zeigt sich bei TOP 100 beispielhaft, wie die Firmen mit Innovationen Wettbewerbsvorteile realisieren – nicht nur heute, sondern auch mit Blick auf ihre zukünftige Marktstellung.“

Zahlen belegen die Ausnahmestellung der Top-Innovatoren: Unter ihnen sind in diesem Jahr 101 nationale Marktführer und 26 Weltmarktführer. In den vergangenen drei Jahren meldeten sie zusammen 1.226 internationale und nationale Patente an. Ihr Umsatzwachstum in den vorangehenden fünf Jahren lag 20 Prozentpunkte über dem Wachstum ihrer jeweiligen Branche. Dabei erzielten sie zuletzt 38 Prozent ihres Umsatzes mit Marktneuheiten und innovativen Verbesserungen. Diese Bilanz macht die Unternehmen zu Job-Motoren: Bis 2018 sollen bei ihnen knapp 9.500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Der Weg zu solchen Erfolgen ist nicht immer einfach, wie Ranga Yogeshwar als Mentor des Wettbewerbs feststellt: „Erfolgreiche Innovatoren erfahren häufig Gegenwind: Sie verändern Prozesse, brechen in ihren Branchen Regeln, erleben Rückschläge und wagen dennoch Neues. Sie bleiben dran, getragen von der Überzeugung, es besser zu machen. Das zeichnet sie aus.“

TOP 100: der Wettbewerb

Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien und Gastforscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Mit 18 Forschungspreisen und über 200 Veröffentlichungen gehört er international zu den führenden Innovationsforschern. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist und TV-Moderator Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW. Als Medienpartner begleitet das manager magazin den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.

SLM setzt auf Oebisfelde

Kunststoffteile-Produzent investiert 7 Millionen Euro im Gewerbegebiet West

Das Unternehmen SLM-Kunststofftechnik setzt konsequent auf den Standort Oebisfelde. Noch in diesem Jahr will Firmenchef Thomas Brüsch insgesamt 7 Millionen Euro in die Erweiterung des Zulieferers für den VW-Konzern investieren. Damit können auch neue Arbeitsplätze entstehen.

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Oebisfelde. – Die Automobilbranche auf dem deutschen Markt boomt, das ist bis in die Produktionshallen des Oebisfelder Zulieferers SLM-Kunststofftechnik zu spüren. Vollbeschäftigung im Drei-Schichtbetrieb und das rund um die Uhr. Und Geschäftsführer Thomas Brüsch ist überzeugt, dass die Auftragsbücher auch zukünftig genügend Arbeit für die 250 Mitarbeiter bieten werden. „Wir sind ein hochinnovatives Unternehmen, das sich bei den Auftraggebern einen ausgezeichneten Namen gemacht hat“, sagt der Chef bei einem Gang durch die Produktionshallen. „Transparenz gehört zur Firmenphilosophie, wie es eben von zertifizierten Unternehmen heutzutage verlangt wird“, so Brüsch.

15 Lehrlinge werden in drei Berufen ausgebildet

Der Kunststoffteilehersteller im Haselhorst 1 gehört nicht nur zu den größten Arbeitgebern in der Einheitsgemeinde, SLM ist auch ein Betrieb, der kontinuierlich seit der Firmengründung ausbildet, informiert Betriebsleiter Gunnar Kasprzyk. Derzeit sind es 15 junge Menschen, die dort die Berufe Verfahrensmechaniker, Werkzeugmechaniker und Kauffrau für Büromanagement erlernen. In diesem Jahr erhalten acht Heranwachsende einen Arbeitsplatz. „Wir bieten attraktive Ausbildungen mit Beschäftigungsgarantie in Berufen mit Zukunft“, heißt es von Kasprzyk. „Die Standortwahl Oebisfelde war und bleibt die richtige“, erläutert Firmeninhaber Brüsch. Zwar benötigen wir keinen Eisenbahnanschluss, doch die Produktion liegt dicht in der Nähe des Hauptabnehmers.“ Eine bedeutende Rolle, auch für den Bereich finanzielle Förderung und bei den Grundstückspreisen, besitzen die Kontakte zum Land Sachsen/Anhalt und auch zur Stadt Oebisfelde, betont Brüsch im Gespräch mit der Volksstimme. Für ihn ist es deshalb nicht nachvollziehbar, dass auf der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats doch Bedenken gegen die Erweiterung des Betriebsgeländes laut wurden.

Auch neue Halle nicht über zehn Meter hoch

Einige Äußerungen stimmten schlichtweg nicht, widerspricht Brüsch. So werde die neue Lagerhalle, die möglicherweise noch dieses Jahr entsteht, nicht 14 Meter in die Höhe emporragen. „Keine unserer Hallen erreicht solche Höhen. Wir rechnen mit maximal zehn Metern. Und die Lagerhalle liegt zudem weit entfernt vom Grundstück der Familie Schreihahn, nämlich ganz in der nähe der Bahngleise. Und was die von Ratsmitgliedern vorgebrachte Kritik der Familie Schreihahn gegen die Erweiterung des Unternehmens betrifft, antwortet Brüsch, dass zwischen der Familie und ihm ein einvernehmliches Miteinander bestehe. Das bestätigte gestern Karl-Heinz Schreihahn persönlich gegenüber der Volksstimme. Das Unternehmen SLM hat im Jahr 2014 einen Umsatz von 32 Millionen Euro erwirtschaftet. Für das aktuelle Jahr rechnet Betriebsleiter und Prokurist Kasprzyk mit einem Aufwuchs um weitere drei Millionen Euro. Das gesamte Betriebsgelände umfasst mit der bereits vom Stadtrat genehmigten Erweiterung über 51 000 Quadratmeter, wovon 15 000 Quadratmeter bebaut sind. Als ein Bauabschnitt soll die neue Lagerhalle parallel zur Bahnlinie entstehen. Die in nördlicher Richtung erst einmal frei bleibende Fläche ist für den möglichen Bau von weiteren Produktionsstätten vorgesehen, erklärt Brüsch. Der Ankauf dieses Areals im Mischgebiet ist als eine flächenmäßige Sicherungsmaßnahme gedacht. Mit dem möglichen Neubau von Produktionsstätten würden dann auch weitere Arbeitsplätze entstehen.

Mitarbeiter überwiegend aus der näheren Umgebung

„Zum überwiegenden Teil kommen unsere Mitarbeiter aus dem direkten Einzugsbereich von Oebisfelde, also generell aus der näheren Umgebung“, sieht Brüsch damit auch ein bleibendes Plus für die lokale Kaufkraft und den Einzelhandel in Oebisfelde. Thomas Brüsch ist Wolfsburger, dessen wirtschaftliche Wurzeln aber eng mit Oebisfelde verflochten sind. Seine Eltern führten seit 1992 das Bergler-Werk in Oebisfelde. Das wurde dann verkauft und wird aus wirtschaftlichen Gründen im Sommer für immer schließen. Brüschs Vater sorgte früh dafür, dass der Sohn wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen konnte.

Eine Chance für die Jugend

SLM Kunststofftechnik in Oebisfelde begrüßt neun Auszubildende

Oebisfelde – Neun auf einen Streich: Die SLM Kunststofftechnik in Oebisfelde stellt neue Auszubildende ein. Der Betrieb bietet Kauffrau für Büromanagement, Werkzeugmechaniker und Verfahrenstechniker für Kunststoff und Kautschuktechnik als Lehrberufe an.

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Mit einer Betriebsführung in lockerer Runde begrüßte Senior Hartmuth Brüsch seine neuen Mitarbeiter. „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“, waren mit verschmitzen lächeln seine erste Worte. Nicht nur Juniorchef Thomas Brüsch, der leider nicht anwesend sein konnte, freute sich der Jugend eine Chance zu geben.

Personalchefin Sylwia Röhrmann stellte anzugehenden Azubis auch ihre Ansprechpartner vor. Edger Matthies, Nico Jahn, Christopher Schult und Conny Stegert sind für Fragen und Sorgen da. Katja Böhme von der Industrie- und Handelskammer Magdeburg war ebenfalls zu Gast und gab Tipps für den richtigen Start in ihren Traumjob.

Das Unternehmen hat ab dem Auszubildendenstart am 1. August rund 250 Mitarbeiter. Die SLM Erfolgsstory begann 1998 mit sechs Mitarbeitern und sieben Maschinen. Der Betrieb für Kunststofftechnik ist gewachsen und erstellt Teile in über 50 Spritzgussmaschinen und gehört mittlerweile zu einem der führenden Systemlieferanten der Automobilindustrie und beliefert weltweit Unternehmen.

Pünktlich sein und Fleiß beweisen

Volksstimme-Serie bis kommenden August über Schul- und Berufsabsolventen sowie Ausbilder

 

Für viele Jugendliche endet in diesen Tagen die Schulzeit. Aufbruchstimmung ins Berufsleben macht sich breit. Die Volkstimme fragt bis zum August bei zukünftigen Lehrlingen, Prüflingen und Betrieben in der Oebisfelder Region nach.

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Von Harald Schulz

Oebisfelde – Einige Schulabsolventen hatten bei ihrem Antrittsbesuch in Oebisfelder Unternehmen SLM-Kunststofftechnik das Abschlusszeugnis noch nicht in der Hand – wohl aber ihren Ausbildungsvertrag. In den 250 Mitarbeiter großen Betrieb werden ab dem kommenden August-Monat insgesamt neun Auszubildende (Azubis) ihre Lehre in drei Berufsgruppen beginnen. Vergangenen Diensttag erhielten sie die ersten Einblicke, lernten ihre innerbetrieblichen Ausbildungsleiter für die Berufe Bürokauffrau, Verfahrensmechaniker und Werkzeugmechaniker kennen.

Unter den Azubi-Neulingen ist auch die 16-jährige Julia Heina aus Oebisfelde. Sie hat sich nach zig mehr oder minder erfolgreichen Bewerbungen für das Unternehmen ihrer Heimantstadt entschieden. Bürokauffrau möchte sie werden. Dieser Entschluss reifte, wie der Teenager sagte, während eines Schulpraktikums bei einem Versicherungsunternehmen. „Mit meinen Realschulabschluss, vielen Erwartungen, Leistungsbereitschaft und dank der Wohnortnähe habe ich optimale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Lehre“, meint Julia Heina sichtlich erfreut darüber, dass es nun bald los geht mit dem Leben der Erwachsenen. Auch für die anderen Kollegen verlief dieser erste Nachmittag im Ausbildungsbetrieb recht aufregend. Einige waren sogar in Begleitung ihrer Mutter erschienen, andere kamen auf den sogenannten letzten Drücker, was der Senior des Unternehmens, Hartmut Brüsch, bei der Begrüßung offensichtlich missfiel.

Brüsch begann vor 60 Jahren mit einer Lehre als Werkzeugmechaniker. Schaffte die Reife zum Maschinenbauingenieur und gründete seine eigene Firma, die sein Sohn Thomas übernahm. Der alte Hase im Handwerk, so Bürsch über Bürsch, hält auch im 21. Jahrhundert an den Tugenden des Handwerks fest. „Geändert haben sich technische Voraussetzungen und die Mechanismen am Markt. Pünktlichkeit, Fleiß, Interesse und Herzblut für den Beruf sind unveränderte Voraussetzungen für den persönlichen Erfolg“, glaubt der Senior weiterhin an Chancengleichheit mit jedem Ausbildungsbeginn. „Als wir 1992 in Oebisfelde begonnen haben, kamen viele ungelernte Kräfte. Unser Erfolg beruht auf diesen Facharbeitern ohne Gesellenbrief. Aber auch die Möglichkeit, dort zu arbeiten, wo man wohnt, ist ein Faktor für motivierte Mitarbeiter. Wer bei uns praktische Erfahrungen an den Tag legt, ist willkommen. Ebenso wie der begeisterte Auszubildende. Wer bis uns besteht, hat eine sichere berufliche Zukunft“, garantiert Bürsch.

Automobilzulieferer expandiert weiter

Voraussetzung für Neubau bereits geschaffen

Das Oebisfelder Unternehmen SLM-Kunststofftechnik, ansässig im Gewerbegebiet West, möchte weiter expandieren. Bereits im vergangen Jahr wurden dazu flächenmäßig die Voraussetzungen getroffen.

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Oebisfelde – Das seit 1998 mit Stimmsitzt in der Allerstadt ansässige Unternehmen beliefert mit seiner Kunststoff-Produktionspalette nicht nur den naheliegenden Volkswagenkonzern in Wolfsburg, sondern auch noch andere deutsche Automobilbauer. Dabei hat sich die Firma, die mittlerweile zu einem der größten Arbeitgeber in der Region zählt, ständig ausgedehnt. Unter anderem ist auch das Areal des ehemaligen Baumarktes im Gewerbegebiet West vor geraumer Zeit erworben worden. Diese Räumlichkeiten dienen vor allem als Lager.

Mit der Bebauung der unter neuen Flächen, begrenzt im Süden vom sogenannten neu Friedhof und dem Friedhofsparkplatz sowie im Norden von den Bahnstrecken, ist im Gewerbegebiet West mit Blick auf weiteres Bauland fast das Ende der Fahnenstange erreicht.

Auf dem neuen Areal, Eigentümer waren das Kreiskirchenamt in Salzwedel sowie eine Privatperson aus Oebisfelde, ist der Bau von vier Hallen vorgesehen. Sie sollen als Lager beziehungsweise Produktionsstätten genutzt werden. Die Zufahrt über den Eingang, der rechts neben dem Friedhofsparkplatz gebaut werden soll, geplant. Die Vorarbeiten für das Bauen auf dem kompletten Areal, konkret Erd- und Rodearbeiten, sind bereits im vergangen Jahr über die Bühne gegangen.

Nutzen möchte SLM auch den unbebauten Grund und Boden den zwischen dem benachbarten Steinmetzt-Unternehmen und den Bahnstrecken – auch, um damit die Verbindung zum Stammhaus herzustellen. Auf dieser relativ schmalen. Fläche, die sich bis zum Ende des neunen Friedhofs erstreckt, sind weitere Lagermöglichkeiten.

Fläche umfasst 18 255 Quadratmeter

Wie aus dem Oebisfelder Bauamt zu erfahren war, belaufen sich die gesamt Fläche auf 18 255 Quadratmeter. Planungskosten würden für die Kommune nicht anfallen. Allerdings müsse eine Änderung im derzeit Flächennutzungsplan vorgenommen werden. Grund: Aktuell sind die Flächen zur landwirtschaftliches Nutzung ausgewiesen. Innerhalb des Aufstellungsverfahrens ist daher eine Anpassung vorzunehmen.